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Kleine SĂŒnden bestraft der liebe Gott sofort

Die Vergeltungstheologie hat ihre Rechnung ohne Gottes Gnade gemacht

„Gott straft kleine SĂŒnden sofort“: Manche Leute bezeichnen diesen Spruch als Sprichwort. Andere meinen, er sei ein probates Mittel zur Kindererziehung. Doch tatsĂ€chlich ist er ein Glaubenssatz, der fĂŒr ein Kind zur schweren BĂŒrde werden kann 


Als Kind habe ich dieses Sprichwort oft gehört:

„Kleine SĂŒnden bestraft der liebe Gott sofort 
“

Wir alle wissen: Als Kinder sind wir besonders anfĂ€llig fĂŒr das, was uns andere Menschen sagen. Wir haben noch keinen Filter und „glauben alles“. Das Gesagte wird fĂŒr uns zu einer Wahrheit. 

Das Problem?

Die Wahrheiten, die wir als Kind „lernen“, prĂ€gen uns. Sie begleiten uns ein Leben lang und können uns zum Segen oder Fluch werden. Unsere Überzeugungen nehmen in unserem Leben Gestalt an. Nicht umsonst sagt die Bibel im 5. Buch Mose:

Mose sagt zum Volk: „Bewegt diese Gebote, die ich euch heute weitergebe, in eurem Herzen. PrĂ€gt sie euren Kindern ein. Sagt sie euch immer wieder vor, ob ihr nun zu Hause oder unterwegs seid, ob ihr euch hinlegt oder aufsteht.“
(5. Mose 6,7-8; NGÜ)

Diese Aufforderung steht unmittelbar hinter dem höchsten Gebot, das der HERR uns gegeben hat. Und das ist ein Premium-Platz! Entsprechend ernst sollten wir es nehmen. Der HERR gibt uns hier zwei ganz „heisse Tipps“: 

FĂŒr uns selbst:

Wir Erwachsenen sollen diese Gebote immer wieder in unserem Herzen bewegen. Ich verstehe das so, dass wir uns immer wieder mit ihnen beschĂ€ftigen sollen: im Gebet, beim Spazierengehen darĂŒber nachdenken, als „feste Übung“ vor dem Schlafengehen, in konkreten Alltagssituationen … immer wieder bewusst machen.

Das hilft uns, dass diese Gebote Teil unseres Denkens und Handelns werden, als Frucht des Heiligen Geistes in unserem Leben Gestalt annehmen und dadurch buchstĂ€blich „Fleisch werden“.

FĂŒr unsere Kinder:

GlĂŒcklich ist das Kind, das von seinen Eltern von Kindesbeinen an in diesen Geboten geprĂ€gt wird. Es verinnerlicht Wahrheiten, die ihm in seinem Leben ein unbezahlbarer und unvergĂ€nglicher Schatz sein können.

Kindern in dieser Weise von Gott erzĂ€hlen zu dĂŒrfen, ist ein Privileg. Mache das, wann immer du kannst. Du sĂ€st eine Saat, die tausendfache Frucht bringen wird.

Das ist ĂŒbrigens eine Sache, die mir aus meiner Vergangenheit am meisten leid tun: Ich habe meinen Kindern nicht von Gott erzĂ€hlt. Ich wollte, dass sie „unbeeinflusst und frei entscheiden können, was sie glauben“, eine Nachwirkung meines „katholischen Traumas“.

Kinder „zu zwingen“ bringt gar nichts. Wenn du die Chance hast, dann erzĂ€hle ihnen von Gott und lebe ihnen vor, was du erzĂ€hlst. Du sĂ€st dann fĂŒr die Ewigkeit.

Und erzĂ€hle niemals, dass Gott kleine SĂŒnden sofort straft.

Das ist einfach nur Blödsinn. Im besten Fall kann man darĂŒber lachen, im schlimmsten Fall sĂ€st du etwas, mit dem sich das ganz Buch Hiob herumschlĂ€gt: den Gedanken der Vergeltungstheorie.

Hiobs Freunde haben ein gutes Herz und wollen ihm helfen. Davon bin ich ĂŒberzeugt. Doch sie können es nicht. Ihre eigenen Überzeugungen stehen ihnen im Weg. Sie setzen unbewusst voraus, dass Hiob leiden muss, weil er zuvor gesĂŒndigt hat. Und da sein Leid groß ist, mĂŒssen auch seine SĂŒnden groß sein.

Dieser Gedanke ist falsch.

Es gibt keine schematische Gerechtigkeit auf der Erde, Gott ĂŒbt Gerechtigkeit nach seinem Willen aus.

Und da können wir nur sagen: „Gott sei Dank!“

Denn erstens: Die Menschheit wÀre ansonsten schon lange ausgelöscht.

Und zweitens: Wo bliebe hier die Gnade?

Sie ist es doch, durch die wir leben.

Der Jesus-Journalist âœđŸ»

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